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Motorradblog über Benzinkultur, Motorradtouren und Custombikes

Kategorie: Maschinen (Seite 1 von 25)

Triumph Media Days 2022 oder „Ein Tiger (1200) zum Ausreiten“

Bei strahlendem Sonnenschein – und der soll zu dieser Jahreszeit dort angeblich nicht üblich sein – mache ich mich auf den Weg in Richtung Nürburgring. Triumph hat eingeladen zu den Media Days und da lässt man sich natürlich nicht zwei mal bitten, zumal die neue Tiger 1200 präsentiert wird. Mit anfassen, drauf setzen und in den Dreck legen. Das ganze findet leider nicht direkt auf dem Nürburgring statt, aber schon bei der Anreise schlängeln sich die Straßen so schön bergauf und bergab, dass ich direkt traurig bin, dass ich aus Kilometergründen mit dem Auto anreisen musste.

Abends gibt es dann ein erstes Kennenlernen mit einigen Mitfahrern für den nächsten Tag. Erwartungen werden ausgetauscht, ein paar Kaltgetränke vernichtet und trotz ausgelassener Stimmung gehen die meisten vorbildlich früh ins Bett. Jeder möchte für morgen fit sein.

Am nächsten Morgen geht es dann zum Fahrsicherheitszentrum am Nürburgring. Und da stehen sie schon hübsch aufgereiht. 24 wunderschöne Triumph Tiger 1200. Ein bunter Mix aus allen Farben, Modellen und Ausstattungen. Mein erstes Treffen mit dem Tiger fühlt sich schon mal gut an. Direkt fällt mir eine Farbe auf, die sich – wie ich inzwischen weiß – „matt khaki green“ nennt. Passt hervorragend zu meiner grünen Brille und matt finde ich grundsätzlich auch fast immer eine gute Idee.

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Royal Enfield Scram 411 – Easy Riding in der Holledau

Royal Enfield Scram 411 vor dem Rapsfeld in der Hallertau
Royal Enfield Rapsodie in der Hallertau

Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck

Die Sonne berührt schon fast den Horizont und taucht die gelb blühenden Rapsfelder der Holldedau in stimmungsvolles Abendlicht. Ich beeile mich nach dem Arbeitstag und düse voller Vorfreude von München in Richtung Norden, nach Pfaffenhofen an der Ilm. Mein erster Pressetest liegt vor mir und die kurvige Strecke zwischen der A9 und dem Zielort zaubert mir ein vorfreudiges Grinsen unter den Helm. Ich weiß, dass mich ein toller Tag mit viel Sonne und guter Stimmung erwartet.

Einen großen Teil zu dieser Vorfreude trägt Kai Petermann bei. Den Marketingmanager von Royal Enfield durfte ich am Samstag vor dem Test beim Meet the Makers bereits kennenlernen und kurz interviewen. Er hat die Ankunft am Hotel medienwirksam gestaltet: eine metallic-glänzende, leicht von Blütenstaub mattierte Royal Enfield Scram 411 in der Sonderfarbe Silver Spirit flankiert den Eingang. Hier bin ich also richtig! Mit freudigem Lächeln begrüßt er mich, ebenso wie die anderen Jungs von Royal Enfield. Es wird viel gescherzt und gelacht und nach und nach trudeln auch die weiteren Gäste ein. Wir verbringen einen gemütlichen Abend voller Benzingespräche und leckerem bayerischen Essen in lockerer Atmosphäre. Die passende Einstimmung also auf den folgenden Tag.

Um 08:00 Uhr am nächsten Morgen geht es los zur Eventlocation, die 5 Minuten vom Hotel entfernt liegt. Die kühle, von Sonnenstrahlen durchzogene Morgenluft verspricht einen warmen Tag zum Motorrad fahren. So mag ich das.

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Ein keines Rendezvous mit der Triumph Speed Triple RR

Über die in meinen Augen schönste Neuerscheinung 2021 hatte ich hier und hier bereits berichtet. Nachdem ich beim Triumph Media Day letzten Jahres leider keine Speed Triple RS testen konnte, nutzte ich heute die Gelegenheit einer kleinen Ausfahrt, da mein freundlicher Triumph Händler zum Tag der offenen Tür geladen hatte. Der rote Lack der Speedy glänzte in der Sonne, als ich beim Händler ankam. Neugierig schlich ich ums Motorrad und keine 30 Sekunden später stand Matthias – einer der Verkäufer – neben mir.

Ich: „Gerade wollte ich am Lack lecken bevor Du kamst!“
Er: „Willste? Also nicht am Lack lecken sondern Probe fahren?“
Ich: „Auf jeden Fall!“

Die Formalien waren schnell geklärt und ich schwang mich auf die rote Rakete. Im Stop-and-Go-Verkehr aus der Stadt raus musste die Speedy erstmal ihre Manieren bei nicht-artgerechten Geschwindigkeiten beweisen. Klaglos zuckelte sie in den unteren Gängen im Verkehr mit, samtig nahm der Drilling Gas an und Dank Quickshifter waren die Gänge schnell und präzise sortiert. Kaum aus der Stadt raus hatte ich erstmal Spaß in den Auf- und Abfahrrampen des Autobahnkreuzes, legte die Maschine in die langen Kurvenradien und zog sie schließlich schön mit steigender Drehzahl auf die Autobahngerade. Über 6.000 Umdrehungen fährt die Katze ihre Krallen aus und schnorchelt vehement durch die Airbox während die die angesaugte Luft in zündfähiges Gemisch gewandelt wird und in sagenhaften Vortrieb umsetzt.

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Ducati Desert X angrabbeln

Gestern hatte ich die Möglichkeit, beim lokalen Ducati-Dealer eine Vorserienversion der neuen Ducati Desert X – eine der heissesten Neuerscheinungen im ADV Segment meiner Meinung nach – in Augenschein zu nehmen. Die Pressebilder fand ich sehr vielversprechend, daher war ich sehr gespannt auf den Eindruck in natura.

Optisch finde ich sie nach wie vor Bombe. Der 21l-Tank wirkt mächtiger als auf den ersten Bildern zu vermuten war. Er bietet aber einen sehr guten Knieschluss im Sitzen wie im Stehen. Montiert war die normale Sitzbank, im Vergleich zu meiner F800GS saß ich etwas tiefer, aber nur marginal. Im Stehen reichte mir der Lenker etwas zu weit nach hinten, hier würde ich noch Anpassungen vornehmen.

Ab Mai sollen die ersten Vorführer verfügbar sein. Ich habe mich schon mal angemeldet für eine Probefahrt.

Workhorse Speed Shop präsentiert die Indian FTR 1200 Black Swan

Gut Ding will Weile haben. Angeteasert wurden die beiden Custom Bikes vom Workhorse Speedshop bereits letztes Jahr im Juli. Unmittelbar auf die Präsentation der Workhorse FTR AMA folgt nun die Black Swan, ein völlig anderer doch nicht minder radikaler Ansatz, aus einer FTR etwas Neues entstehen zu lassen. Black Swan war ein Konzept, das der Gründer von Workhorse, Brice Hennebert, vor einigen Jahren entwickelte, als er bei Wheels & Waves gegen Miracle Mike, der Indian Scout von The Young Guns, antrat. Wie bei der Workhorse FTR AMA kommen die stilistischen Inspirationen aus verschiedenen Richtungen und Epochen: von Superbikes aus den 90ern, modernen Grand-Prix-Rennern bis hin zu getunten Porsches von Rauh-Welt.

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Emberwind-Projekt SR 500: edler Motorradumbau für einen guten Zweck

Nils Homann ist mit seinen Technikvideos für alles, was Räder hat, eine feste Youtube-Größe. Für einen wohltätigen Zweck hat er nun zusammen mit Marius Schulz eine Yamaha SR 500 zu einem straßenlegalen Flat Tracker umgebaut. Den veredelten Einzylinder-Klassiker versteigert er, um mit dem Erlös ein Berliner Kinderhospiz zu unterstützen.

Nils möchte seine Kompetenzen einsetzen, um Menschen in Not zu unterstützen. Als Vater einer Tochter war er besonders beeindruckt von der Fürsorgearbeit, die in Kinderhospizen geleistet wird. Schnell war entschieden, dass der Erlös seiner Motorrad Versteigerung an ein Berliner Kinderhospiz gehen soll.

„Freunde von mir haben ihr Kind in sehr jungen Jahren an den Krebs verloren und sind für die finalen Tage auch in ein Kinderhospiz gezogen und jedes Mal wenn ich meine Tochter sehe, denke ich, was habe ich für ein unfassbares Glück. Ich suche seit langer Zeit eine Möglichkeit, ein bisschen was zurückzugeben. Jetzt ist die Zeit dafür!“

Nils Homann

Die Yamaha SR 500 wurde von Marius Schulz und Nils Homann von Grund auf zu einem Flat Tracker neu aufgebaut und den Prozess kann man in einer Reihe von sehr detaillierten Video-Tutorials auf seinem erfolgreichen Youtube-Kanal verfolgen, der über 10 Millionen Aufrufe verzeichnet:

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Die neue Ténéré 700 World Raid

Im November hat uns Yamaha noch den Mund wässrig gemacht mit den World Raid Prototypen, jetzt bereits präsentieren sie uns die finale Version. Mit ihrer Ausstattung soll die Ténéré 700 World Raid alle bisherigen Ténéré Modelle übertreffen. Nach dem großen Erfolg der Ténéré 700 und der Ténéré 700 Rally Edition positioniert Yamaha die World Raid als das „ultimative Adventure-Bike für Fernreisende“ mit modernem Fahrwerk, einer überarbeiteten Ergonomie sowie einem Multi-Mode-Cockpit mit Konnektivität.

Um als Langstrecken-Adventure-Bike bestehen zu können, bekam das Modell zwei neue, seitlich montierte Kraftstofftanks mit insgesamt 23 Liter Fassungsvermögen. Der Hersteller verspricht hierdurch eine Reichweite von bis zu 500 km, was dem Fahrer auch länger Etappen abseits eines dichten Tankstellennetzes ermöglicht.

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Roland Sands Monster Monster-Umbau

Seit ihrer Einführung im Jahr 1993 hat die Ducati Monster der Bologneser Motorradmarke nicht nur die Existenz gerettet, sie ist auch ein Liebling der Customizer geworden. Über die Jahre hat die Monster einige funktionale Änderungen erfahren, sie blieb aber der klassische, nackte Streetfighter. Über die ästhetische Erscheinung kann man streiten, mir persönlich taugen die früheren, luftgekühlten Versionen besser. Gerade bei der neuesten Version ging schon einiges von ihrem klassischen Flair verloren, nicht zuletzt weil sie über einen Alurahmen statt des ikonischen Trellis-Rahmen verfügt.

Nichts von der Funktion des Serienmotorrades verlieren, aber die klassische Optik zurückgewinnen stand im Briefing des Besitzers dieser 2019er Ducati Monster 1200 S an Roland Sands. Im Serientrimm bewegen hier 147 PS fahrfertige 211 kg. Damit kann man schon Spaß haben. Weniger Gewicht kann den Spaß durchaus erhöhen, so auch die Maßgabe hier für diesen Umbau.

Die Modifikationen begannen im RSD-Shop, wo der serienmäßige Aluminium-Hilfsrahmen entfernt und durch eine handgefertigte Version mit Chromstahlrohren und einem handgefertigten Aluminium-Heckteil ersetzt wurde. Der serienmäßige Kraftstofftank wurde so zurechtgeschnitten, dass er mit der Sitzbanklinie übereinstimmt. Die Elektronik unter der Sitzbank wurde entfernt, damit der Hilfsrahmen luftiger wirkt und das Ohlins-Federbein sichtbar wird. Ein Royal Enfield GT650-Vorderradkotflügel sorgte für das passende Retro-Styling und wurde mit einigen speziell angefertigten Halterungen an der Vorderradgabel befestigt.

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Indian Chief Design-Wettbewerb

Indian Motorcycle hat in Zusammenarbeit mit dem Wheels & Waves vier europäische Customizer beauftragt, ihre Vision für eine Indian Chief zu entwerfen. Nur einer dieser einzigartigen Entwürfe wird auf Basis einer öffentlichen Abstimmung umgesetzt. Das Beste ist: alle die an der Abstimmung teilnehmen können das Siegerbike gewinnen. Übergeben wird das Bike beim Wheels & Waves in Südfrankreich. Ein VIP-Trip zu der Veranstaltung ist ebenfalls Teil des Gewinns.

Die Abstimmung findet online zwischen dem 17. Dezember und dem 18. Februar statt. Weitere Informationen und alle Teilnahmebedingungen finden sich unter imc-x-ww.indianmotorcycle.media.

Neben den Publikums-Stimmen gibt auch eine Experten-Jury ihr Urteil ab und der Entwurf mit der höchsten Gesamtpunktzahl wird umgesetzt.

Besetzt ist die Experten-Jurys mit dem Who-is-Who der Custombike-Szene: Ola Stenegard, Roland Sands, Paul d’Orléans und Tadashi Kono sind Teil der Jury.

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Ducati präsentiert die neue Desert X

Ale letzte von Ducatis Modellneuheiten wurde heute die neue Desert X präsentiert, zu meiner persönlichen Freude in nahezu unverändertem Styling im Vergleich zur auf der EICMA vor zwei Jahren präsentierten Studie. Dieses begeisterte Publikums-Feedback gab dem Hersteller aus Bologna den entscheidenden Anstoß, das Konzept Realität werden zu lassen. Alle Informationen zum Bike gibt es jetzt auch auf der Ducati Website.

Die neue DesertX ist ein Motorrad mit einer starken Offroad-Orientierung, mit dem Ducati über die bisherigen Grenzen hinausgeht. Wüstendünen, schmale Offroad-Pfade, Schotterstraßen und bergige Serpentinen: Mit der DesertX soll es keine Grenzen mehr geben.

Die neue DesertX ist mit einem 21-Zoll-Vorderrad und einem 18-Zoll-Hinterrad ausgestattet und wurde mit dem Ziel entwickelt, auch anspruchsvolle Offroad-Einsätze zu meistern.

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