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Motorradblog über Benzinkultur, Motorradtouren und Custombikes

Kategorie: Maschinen (Seite 1 von 23)

Workhorse Speed Shop präsentiert zwei neue Indian FTR Umbauten

Brice Hennebert kenne ich seit dem Bike Shed Event in Paris, damals firmierte er noch mit seinem Kompagnon unter Kruz Company. Mittlerweile hat er seine eigene Custom Garage Workhorse Speed Shop und hat schon einige spektakuläre Umbauten rausgebracht. Nachdem er 2019 die Appaloosa V1.0 für die Sultans of Sprint gebaut und sie anschliessend für das Baikal Mile Ice Festival in die Appaloosa V2.0 verwandelt hatte, nahm er aktuell ein neues Vorhaben ins Visier: den Bau zweier Dreambikes auf Basis der Indian FTR.

Komplett gezeigt werden die Bikes noch nicht. Aber das folgende Interview mit Brice gibt schon Einblicke in die Ideen und die Umsetzung, garniert mit ein paar Detailphotos.

(Disclaimer: das Interview hat Indian Motorcycle geführt)

Es ist eine ganze Weile her, seit ihr nach der Teilnahme am Baikal Mile Ice Speed Festival mit der Appaloosa V2.0 aus Russland zurückkamt. Sind die Erinnerungen noch lebendig oder schon zum Traum verblasst?

Oh ja, sie sind sehr präsent. Durch den Lockdown war seit der Rückkehr aus Russland eine Menge Zeit vergangen, in der ich viele meiner Freunde nicht gesehen habe. Jedes Mal, wenn ich dann einen Freund wieder treffe, ist der Trip nach wie vor ein grosses Thema. Die Erinnerungen werden also regelmässig abgerufen und bleiben dadurch sehr lebendig.
Und als Appaloosa nach der Wiederöffnung der russischen Grenzen endlich wieder in Belgien bei mir in der Werkstatt stand, kamen beim Auspacken und Wiederzusammenbauen des Motorrads all die Erinnerungen natürlich auch wieder hoch.

Der Lockdown hat ja bei uns allen die Arbeitsweise verändert, du warst trotzdem mit brandneuen Builds auf Basis der FTR beschäftigt. Was sind die Konzepte hinter dem jeweiligen Projekt?

Das Konzept des ersten Bikes, Black Swan, entstand schon vor einigen Jahren, als ich beim Wheels & Waves im Rennen gegen die von den Young Guns gebaute Scout „Miracle Mike“ antrat. Die Vision war, ein echtes Rennmotorrad für den Strasseneinsatz zu bauen. Also wirklich sportlich, gebaut wie eine GP-Maschine. Es ist stark inspiriert von den Superbikes der 90er Jahre, alles aus Carbon. So etwas entsteht, wenn einem der Auftraggeber völlige Freiheit lässt. Vielleicht werde ich dieses Motorrad sogar in Kleinserie produzieren. Es ist ziemlich einzigartig.

Das zweite FTR-Projekt basiert auf den AMA SBK-Rennmaschinen und Rallye-Autos der 80er Jahre. Black Swan und das FTR AMA-Projekt sind für zwei Brüder. Der Auftraggeber der Black Swan hat mich gebeten, ein zweites Modell für seinen Bruder zu entwerfen. Farbenfroh, aber scharf wie ein Kriegsgerät. Die einzige Einschränkung war, dass es eine Martini Racing-Lackierung haben sollte.

Nach ein wenig Recherche und Brainstorming haben wir den Lancia Delta HF zur Basisinspiration auserkoren. Ich habe das mit ein bisschen von den frühen Bol d’Or-Rennmaschinen und etwas Muscle-Bike-Aroma gemischt. Die aufrechte Sitzposition der ursprünglichen FTR bleibt aber erhalten, weil sie einfach so gut funktioniert.

Bei der Appaloosa V1.0 und V2.0 hattest du einige grossartige Partner, die dich mit Rat, Komponenten, Fertigungs- und Tuning-Fähigkeiten unterstützt haben. Wer stand dir bei den FTR-Builds zur Seite?

Alle von damals und sogar noch einige mehr. Ich war ein paar Tage nach der Baikalmeile in der Akrapovič-Fabrik, um am Auspuff der Black Swan zu arbeiten. Ich war gerade über die Landesgrenze, um für ein paar Stunden nach Hause zu fahren, da wurde sie kurz darauf geschlossen. Das war knapp.

Öhlins hat mir ein komplettes Set individueller Komponenten für die Black Swan geschickt. Ziemlich beeindruckendes Material, muss ich sagen. Beringer Brakes ist auch bei beiden Motorrädern am Start mit ihrem neuen 4+ System. Super leicht, super edel.

Ausserdem arbeite ich mit Vinco Racing in Holland. Tim fertigt all die CNC parts für beide FTRs. Und das sind eine ganze Menge. Mein Kumpel Robert Colyns von 13.8 Composite kümmert sich um die Herstellung aller Carbonteile.

An der Black Swan werden wir Rotobox-Carbonfelgen montieren – wahre Kunstwerke! Liteblox Deutschland hat eine massgeschneiderte Kohlefaser-Batterie für das Bike hergestellt, Cerakote Nl übernahm all die Beschichtungsarbeiten mit schwarzer Keramik. Jeroen von Silver Machine fertigte den Sitz. Christophe von Forame design hat die gesamte 3D-Modellierung aus dem Clay-Scan gemacht.

Der FTR AMA Radsatz ist der totale Eyecatcher. Dazu habe ich mit Fabio von JoNich Wheels in Italien zusammengearbeitet. Das Design basiert auf seinen Rush Wheels, aber ohne die Carbon-Flanken. Sie sind aus Billet Aluminium gefräst. Das Design erinnerte mich an die ‚Turbo Fans Wheels‘ der Renn-Lancias – also die perfekte Wahl. Komplettiert werden sie durch Dunlop GP Reifen mit diesem irren 200er Hinterrad.

Ihr seht, hinter diesem Motorrad stehe bei weitem nicht nur ich.

Wir dürfen zu diesem Zeitpunkt noch nicht allzu viel verraten, aber aus den Bildern geht hervor, dass die Gestaltung der Karosserie ein ziemlich intensiver Prozess zu sein scheint. Kannst du uns die Schritte von der Visualisierung und den Skizzen bis hin zum fertigen Bodywork erläutern?

Ja, es ist ein weiter Weg. Bei der Black Swan waren die groben Schritte folgende:

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Let’s ride – Triumph Media Day in Oschersleben

Hersteller-Fahrevents sind immer was besonderes. Diverse Modelle zur Testauswahl, geführte Landstrassentouren und im Fall vom Triumph Media Day noch garniert mit einer Rennstrecke. Während ich bei Honda und BMW schon ein paar Mal in den Genuss kam, war die Einladung von Triumph neu für mich. So sattelte ich erwartungsvoll mein Pony und ritt über Autobahn und Landstrasse gen Oschersleben. Der Empfang vor Ort war schon mal passend, sowohl vom Hotelzimmer als auch von der Restaurantterasse konnte man den Blick auf die Rennstrecke geniessen, auf der am sonnigen Sonntagabend noch einige Tourenwagen ihre Runden absolvierte. Nach und nach trudelten sehr viele bekannte Gesichter ein, alte Print-Hasen und einige neumodische Internetschreiblinge wie ich. Mein Kumpel Thomas war auch dabei und hat bei sich im Blog schon seine Erfahrungen mit der neuen Speed Triple 1200RS sehr kurzweilig festgehalten.

Für den Media Day konnte man im Vorfeld auswählen, welche Motorräder man fahren und ob man nur Rennstrecke, Landstrasse oder beides fahren wollte. Meine Wahl war zweimal Landstrasse mit den Modellen Speed Triple 1200RS, Tiger 900 Rally Pro sowie Bonneville Bobber. Beim abendlichen Plausch mit Natalie und Uli von Triumph liess ich mich dann doch bequatschen, einmal Rennstrecke auszuprobieren. Auch wenn ich dafür mit meiner Textilkombi etwas underdressed war.

Am nächsten Morgen ging es nach der Begrüßung und Einweisung auf Rundstrecke oder Landstrasse los. Sprich: jeder schnappte sich ein Bike und sammelte sich hinter den Tourguides. Hier kam die erste Ernüchterung. Hatte ich zwar im Vorfeld die Bikes angeben können, die ich fahren wollte kam es jetzt nur drauf an, wer sein Handtuch zuerst auf die Pool-Liege gelegt hatte. Bzw. den Helm ans Motorrad gehängt. Und da waren die anderen Kolleg:innen schneller. So schaute ich mich um, welches Bike noch nicht belegt war und landete bei der Triumph Street Twin.

So ging es los auf die Landstrasse auf eine 180km-Ausfahrt durch den Harz.

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Silent Alarm: Custom Harley LiveWire von JvB-moto

Wenn es einen Custombike-Bauer gibt, dessen uneingeschränkter Fanboy ich bin, dann ist es Jens vom Brauck. Er hat in all den Jahren schon die unterschiedlichsten Bikes umgebaut, von einer frühen Ducati Pantah über eine Yamaha Vmax oder BMW RnineT Scrambler. Seine MT-07 ließ er mich Probe fahren was dazu geführt hat, dass ich mir eine kaufen und mit seinem Kit komplett umbauen musste.

Sein am Industrial Design orientierter Stil zeigt klare Linien, seine Umbauten sind drahtig ohne überflüssige Ornamentik und er schafft es bei all den unterschiedlichen Basisbikes immer, seine Handschrift klar ins Bike zu massieren. Der runde Frontscheinwerfer steht jedem Bike gut, matte, gut abgestimmte Farbgebungen unterstreichen die Gesamtoptik.

Und jetzt das: der erste Custom-Umbau einer Harley-Davidson Livewire.

Zum Vergleich hier das Original:

Schlecht sieht sie ja nicht aus, aber schaut Euch den Umbau mal im direkten Vergleich an:

In vielen Punkten ist die „Silent Alarm“, wie Jens das Bike taufte, präziser im Design, ausdefinierter und ausgewogener. Wirkt im Original die Sitzbank fast etwas zu leicht ist beim Umbau hier ein viel besseres optisches Gleichgewicht vorhanden, verbunden mit einer sehr viel klareren Linie.

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Projekt TRIUMPH TE-1: Die Entwicklung eines britischen Elektromotorrads

Triumph baut an einem Elektromotorrad. Ich muss gestehen, dass das Thema etwas an mir vorbeigegangen ist, umso positiver war ich überrascht, als die Nachricht in meinem Posteingang auftauchte. Das Projekt TRIUMPH TE-1 entsteht in Zusammenarbeit zwischen TRIUMPH und britischen Elektrifizierungsexperten, von denen sich jeder auf die Entwicklung von Innovationen in seinem Bereich konzentriert:

  • TRIUMPH Motorcycles ist federführend bei dem Projekt und stellt fortschrittliches Design- und Konstruktions-Know-how für Motorradchassis, Fertigungstechnik und die Sicherheitssysteme zur Verfügung und definiert die Leistungsmerkmale des elektrischen Antriebsstrangs.
  • Williams Advanced Engineering liefert Technologie für Leichtbau-Batteriekonstruktion und -integration und nutzt seine Test- und Entwicklungseinrichtungen, um ein Batteriemanagementsystem in Kombination mit einer Fahrzeugsteuereinheit zu liefern.
  • Die e-Drive Division von Integral Powertrain Ltd. ist federführend bei der Entwicklung von leistungsstarken Elektromotoren und einem Siliziumkarbid-Inverter, die beide in ein einzelnes Motorgehäuse integriert werden.
  • Das an der Universität Warwick beheimatete Institut WMG bietet Elektrifizierungs-Know-how und die allgemeine Expertise um Innovationen von der Forschung und Entwicklung bis hin zum kommerziellen Erfolg voranzutreiben.
  • Das Office for Zero Emission Vehicles (OZEV) ist ein Team, das daran arbeitet, den Übergang zu emissionsfreien Fahrzeugen sowie die Finanzierung der Ladesäuleninfrastruktur in ganz Großbritannien zu unterstützen.
  • Innovate UK ist eine Forschungs- und Innovationsagentur der britischen Regierung, die unternehmensgeführte F&E-Finanzierung und das Wachstum britischer Unternehmen unterstützt.

Das Ziel dieses zweijährigen Projekts konzentriert sich auf die Entwicklung leistungsstarker Elektromotorräder. Hier soll die Basis des zukünftigem Elektromotorrad-Angebot von TRIUMPH gelegt werden, aber auch die Zukunftsfähigkeit der britischen Industrie gefestigt werden.

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[Sponsored Post] Custom Bikes von Sport Evolution

Als vor ein paar Jahren die Custombike-Welle anschwoll waren BMW Zweiventilboxer neben Honda CBs mit die meistgefragte Umbaubasis. Im Laufe der Zeit entstanden sehr viele schöne Umbauten und es war immer wieder überraschend, wie aus einem – überspitzt formuliert – häßlichen Entlein wie einer serienmässigen BMW R100 RT ein schmaler, drahtiger Café Racer wurde. Mit der steigenden Anzahl der Umbauten wurde es aber immer schwieriger, aus der Masse herauszustechen. Ambitionierte Privatschrauber sowie professionelle Custombike-Garagen wetteiferten um den nächsten coolen Scrambler-, Café Racer- oder Bratstyle-Umbau. Einige habe ich über die Jahre auch hier im Blog vorgestellt. Es fanden sich aber auch zweifelhafte Umbauten auf Online-Anzeigenportalen, bei denen sich die Erbauer vergallopiert hatten und deren Umbauqualität schon auf den Bildern Mängel erkennen lies.

Und was nützt einem die schönste Optik, wenn Motor und Fahrwerk nicht mit der visuellen Performance des Umbaus herhalten können? Bei einem kompletten Neuaufbau eines Motorrads einschliesslich Optimierung vieler Komponenten werden viele von uns – mich eingeschlossen – an ihre Grenzen stoßen. So würde ich gleichzeitig aber bei Leistung und Fahrbarkeit keine Abstriche machen wollen. Gut, daß es für solche Ansprüche Spezialisten gibt wie die Truppe von Sport Evolution aus Neuwied.

Bei Sport-Evolution entstehen exklusive Cafe Racer, Scrambler, Roadster oder Bobber Umbauten mit TÜV und Garantie. SE ist aber nicht nur Fahrzeughersteller, sie entwickeln, konstruieren und produzieren viele der verwendeten Teile selbst. Durch ihre Spezialisierung auf BMW Zweiventiler kennen sie jedes Detail der Maschinen, egal ob es um den Motor, das Fahrwerk, die Elektrik oder den Rahmenaufbau geht.

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Die Elektrifizierung des Fuhrparks: willkommen NIU MQi GT

Gleich vorab: ich bin ein großer Fan des Elektroantriebes. Nicht nur, weil er zukunftsorientierter und umweltfreundlicher ist (wenn man in Produktion und Stromerzeugung keine Fehler macht), sondern auch, weil es einen besonderen Fahrspaß verspricht. Die unmittelbare Abrufmöglichkeit der vollen Leistung sorgt selbst bei kleineren Modellen für sehr lustige Beschleunigung ab dem Ampelstrich.

Über die Jahre habe ich auch hier das eine oder andere Modell getestet und Euch vorgestellt. Angefangen vom BMW C Evolution (auch schon sieben Jahre her) über die Gogoro-Roller, die von COUP in Berlin als Mietfahrzeuge eingesetzt wurden bis hin zur Elektroschwalbe und Vespa Elettrica. Und das von BMW vorgestellte Konzept ihres neuen Großrollers oder auch den angekündigten Kymco F9 finde ich auch sehr vielversprechend.

Als im letzten Jahr corona- und homeoffice-bedingt unser Zweiradfuhrpark eher rumstand als fleissig bewegt wurde, kam ich ins Grübeln. Die Triumph Street Triple sollte eh‘ weg (und seit diesem Montag hat sie einen netten, neuen Besitzer gefunden). Die BMW F800GS bleibt auf jeden Fall. Aber brauchen wir wirklich zwei Roller? Noch standen da die Vespa ET2 meiner Frau und meine Vespa GTS 300. Und die Antwort lautete „nein“. Die größe Vespa steht noch beim Lackierer für ein paar optische Retuschen, aber sobald sie wieder hier ist, wird sie inseriert.

Aber was wäre dann das richtige Fahrzeug, wenn wir uns auf einen Roller einigen sollten. Auf jeden Fall sollte er elektrisch sein, so viel war klar. Aber auch bei den Elektrorollern ist die 45 km/h Beschränkung für die kleinen Modelle aus meiner Sicht ein Verkehrsrisiko. An der Ampel wirst Du von hinten bedrängelt, wenn Du nicht schnell genug von der Linie kommst. Bei Höchstgeschwindigkeit bist Du ein rollendes Verkehrshindernis, weil alle anderen mit 55 km/h oder schneller fahren. Und manche Autofahrer überholen dich auch einfach, ohne die Spur zu wechseln. Ergo: es sollte ein Roller werden, der mindestens 70 km/h Höchstgeschwindigkeit aufweist. So kannst Du gut mitschwimmen im Verkehr und auch mal eine kurzen Abstecher auf die Stadtautobahn machen, was in Berlin auch mal relevant sein kann.

Also schauten wir uns die unterschiedlichen Modell und Optionen an:

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TRIUMPH präsentiert die Bonneville-Produktreihe für 2021

TRIUMPH hat ihre Modern Classics Bonneville-Motorradreihe für das Modelljahr 2021 umfangreich überarbeitet. Sieben verschiedene Motorräder und Modellvarianten haben Updates in zahlreichen Bereichen wie Performance und Ausstattung bekommen.

Von den Weiterentwicklungen profitieren die Bonneville T120, T120 Black und T100 sowie die Street Twin inklusive dem neuen Sondermodell Street Twin Gold Line Limited Edition. Ebenfalls aufgewertet wurde der Cruiser Bonneville Speedmaster sowie die Bonneville Bobber. Im Rahmen des Motoren-Updates auf die Euro-5-Norm wurde auch die Performance bei Leistung und Drehmoment, das Ansprechverhalten und die Fahrbarkeit der Motorräder insgesamt weiter verbessert.

Ergänzend zur im vergangenen Jahr vorgestellten Thruxton RS wird die neue Bonneville-Reihe mit der nächsten Generation der Scrambler 1200 und der Street Scrambler noch weiter ausgebaut. Zu diesen Modellen hat TRIUMPH für April 2021 ein weiteres Update angekündigt.

Hier nun in Kurzform die Updates in Stichworten:

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Mehr Spaß in den Backen: Upgrade für die Indian FTR Familie

Meine bislang sonderbarste Probefahrt mit einem Motorrad hatte ich im letzten Sommer. Bei meinem lokalen Indian-Händler wollte ich die FTR 1200 testen und hatte online einen Termin vereinbart. Dort angekommen, erklärte mir der Händler, daß er seine Vorführer gerade nicht zugelassen bekommt, da auf’m Amt coronabedingt kaum was geht. Es bestünde aber die Möglichkeit, das Motorrad in den Transporter zu laden und zu einem nahgelegenem Industriegelände zu fahren. Dort würde er auch mit seiner angeschlossenen Fahrschule Übungsstunden machen, die FTR könnte ich dort mal über den Hof jagen. Etwas verwundert half ich also, die Maschine in den Transporter zu schieben und fuhr den Transporter sogar selber dahin. Ich war so überrascht, als mich der begleitende Mechaniker bat, zu fahren, daß ich vergaß zu fragen warum.

Egal. Vor Ort luden wir aus und drei Fahrschüler drehten schon ihre Runden auf 125ern. Auf dem kleinen Gelände war nicht viel zu machen, über den zweiten Gang kam man eh‘ nicht raus. Aber zugegebenermaßen war ich sehr angetan von der Maschine. Optik passte, Ergonomie auch, der Motor klang gut und biß kräftig von unten raus und das Handling war echt gut. Vor allem aber: dieses Motorrad hat die Marke Indian auf meinem Radar platziert. Weit entfernt von der barocken, schweren Opulenz der anderen Indian Modellreihen stand hier ein drahtiges, kerniges Motorrad, welches ich wirklich ansprechend fand. Gut, über Digitaldisplay und Auspuff müsste man nochmal reden, aber der Rest? I like it.

Wir spulen ein paar Monate vor und Indian legt bei der FTR-Modellreihe noch eine Schippe drauf. An vielen Stellen würde verbessert und optimiert: durch die Verfeinerung der Motorabstimmung, die Optimierung der Fahrwerkseinstellungen, den steileren Lenkkopfwinkel, den kürzeren Nachlauf und die asphalttauglichen 17-Zoll-Felgen und -Reifen sollen die neuen FTR Modelle Agilität auf höchstem Niveau liefern und sich deutlich kompakter anfühlen.

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Return of the „Original Hooligan“: Premiere der neuen Triumph Speed Triple 1200 RS

Die erste Speed Triple erschien 1994 und man könnte sie als die Ahnin aller Streetfighter bezeichnen. Ihr Name wurde in Anlehnung an die Speed Twin von 1938 gewählt, technisch basierte sie auf der Daytona 900, hatte jedoch keine Front- und Seitenverkleidung und anstatt des Doppel- einen einzelnen, runden Frontscheinwerfer.

Genau 25 Jahre später steht feiert die siebte Generation Speed Triple Premiere. Die Speed Triple 1200 RS wurde von Grund auf neu entwickelt. Triumphs Ziel ist es, das ultimative Naked- Performance-Bike für die Straße zu schaffen. Mit 180 PS aus einem ebenfalls komplett neuen 1200er-Dreizylinder-Triebwerk, einem neuen Fahrwerk, neuem Design und einem Komplettpaket mit fahrerorientierter Technologie sowie einem Gewicht von fahrfertig nur 198 kg bringt die neue „Speedy“ sehr viel mit, um diesem Anspruch auch gerecht zu werden.

Die Ahnenreihe der Speed Triple

Mit der komplett neuen Speed Triple 1200 RS präsentiert Triumph das jüngste Familienmitglied in der legendären Baureihe von Naked Bikes. Die Triumph bietet nicht nur satte 30 PS mehr Leistung und 10 kg weniger Gewicht als ihre Vorgängerin, sondern verspricht auch mit einem komplett neuen Fahrwerk messerscharfes Handling. Die klare Fokussierung auf den sportlichen Straßeneinsatz und eine Vollausstattung mit Assistenzsystemen soll dafür sorgen, dass ihre Fahrerinnen und Fahrer die Performance auch ausschöpfen und in maximalen Fahrspaß umsetzen können.

Motor

Die neue Triumph besitzt einen neuentwickelten, hubraumstärkeren 1.160 ccm Dreizylindermotor mit einer Spitzenleistung von 180 PS bei 10.750 U/min und ein maximales Drehmoment von 125 Nm bei 9.000 U/min. Der Hersteller verspricht ausserdem eine deutlich verbessertes Ansprechverhalten und einen kernigen Sound.

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Kingstom Custom „Spirit of Passion“

BMW Motorrad wurde bei der Premiere der R18 nicht müde zu betonen, wie cumstomizing-freundlich das Layout der R18 wäre. Roland Sands und Bernhard „Blechmann“ Naumann haben schon abgeliefert, aber den in meinen Augen spektakulärsten Umbau hat aktuell Dirk Öhlerking abgeliefert. Die „Spirit of Passion“:

Man fühlt sich in die 1930er Jahre zurückversetzt, als man noch mit der Atlantic Typ 12 die Lande bereiste:

NMBS/SNCB-Reihe 12

Seinen Hang zu perfektionistischen BMW-Umbauten mit Vollverkleidungen hat Dirk schon bei seinen Phantom / Ghost-Umbauten unter Beweis gestellt. Größter Hingucker und Herausforderung ist auch hier die Verkleidung. Der Auspuff der BMW R 18 wurde nach links unten verlegt und lässt so mehr Luft für die Hinterradverkleidung.

Der Sattel stammt aus dem Universalzubehör, die Blinker wurden durch Kellermann Blinker ersetzt und der LED-Frontscheinwerfer befindet sich jetzt in der Verkleidung. Die Originallackierung und die Linierungen wurden in der Verkleidung und im Kotflügel übernommen sowie um einige Details ergänzt. Radaufhängung und Tank sind original.

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