Kettenritzel.cc

Motorradblog über Benzinkultur, Motorradtouren und Custombikes

New Urban Gear: Spidi Armor H2Out Hoodie und Course Raider 2.0 Helm

Das Home-Office wird für viele von uns zumindest teilweise vorbei sein, man kann sich also wieder mal auf ins Büro machen. Und als Großstadt-Roller-Pendler habe ich wieder ein paar neue Ausrüstungsgegenstände entdeckt, die es in meine Garderobe geschafft haben: mit dem Spidi Armor H2Out ein regenfestes Protektoren-Hoodie und mit dem Course Raider 2.0 ein neuer Helm. Nach mehreren Monaten Fahrpraxis mit beiden ist hier mein kleines Resumée zu beiden.

Spidi Armor H2Out Motorrad Hoodie

Der Spidi Hoodie Armor H2Out schliesst bei mir eine Lücke, die meine bestehenden, alltagstauglichen Jacken (ICON Vigilante und Revit Eclipse) nicht abdecken: sie ist nämlich wasserfest. Gerade an Tagen mit unsicherer Witterung will ich nicht immer die Regenkombi mitschleifen sondern auch so nicht gleich pudelnass werden.



Die nach prEN 17092-4: 2017 Klasse A geprüfte Jacke verfügt über eine abnehmbare Kapuze, eine Level 1 Warrior Lite Protektoren-Ausstattung an Schultern und Ellenbogen sowie einen optionalen Rückenschutz. Die Sicherheitsausstattung enthält zusätzlich reflektierende Details für bessere Sichtbarkeit bei Nacht.

Der Hoodie besteht aus einem abriebfesten, dreilagigen Aufbau mit einer in die Membrane laminierten Mikrofaser, die Leichtigkeit und Wetterschutz kombiniert. Sowohl die abnehmbare Kapuze als auch die Taille verfügen über Kordelzugverschlüsse, um die Jacke auch bei höheren Geschwindigkeiten fest in Position zu halten. Die Ärmelbündchen sind aus Strickmaterial, die wasserdichten Taschen verfügen über Reißverschlüsse und auf der Innenseite gibt es noch eine Tasche. Das ausknöpfbare Innenfutter macht die Jacke für kältere Witterung einsatzbereit.

Obwohl der Hersteller in der Produktbeschreibung auch von Landstrassen- und Autobahneinsatz schreibt, würde ich davon abraten. Ich habe das für euch ausprobiert, ab 130 km/h auf der Triumph Speed Triple RR zerrt die Kapuze im Wind und löst sich langsam von der Jacke ab. Bei innerstädtischen Geschwindigkeiten gibt es diesbezüglich aber keine Probleme.

Die Regendichtigkeit konnte ich mehrfach erfolgreich testen, hier hält die Jacke, was der Name verspricht. Gefahren bin ich die H2Out in Temperaturbereichen von 5-25°, im einstelligen Bereich empfiehlt sich trotz Innenfutter noch ein dicker Pulli drunter. Über 20 Grad wird es ohne Fahrtwind relativ schnell schwitzig in der Jacke, die atmungsaktivste ist sie nicht. Aber zwischen 10° und 20°, gerade bei wechselhaften Wetter ist die meine erste Wahl.

Verstaumöglichkeiten gibt es nicht sehr viele in der Jacke, zwei Aussentaschen und das Netzfach innen bietet zwar Platz für das nötigste, tragen aber schnell auf so dass es optisch unvorteilhaft aussieht, wenn links und rechts komische Beulen in der Jacke sind. Aber auf dem Weg ins Büro habe ich meist eh‘ einen Rucksack auf, in der sich die Dinge alternativ verstauen lassen.

Solltet ihr mit der Jacke liebäugeln, passt auf bei der Größenwahl. Ursprünglich hatte ich eine L bestellt, die war so groß wie ne Kinderjacke. Letztendlich trage ich jetzt eine XXL und wir ihr an den Bildern seht ist das nicht zu viel für meine 1,82 Körpergröße.

Eigenschaften

  • H2Out-Membrane als Schutz gegen Wasser
  • leichtes, fest fixiertes Innenfutter
  • isolierende und herausnehmbare Thermo-Innenjacke
  • hochabriebfestes und elastisches Polyester als Oberstoff
  • 3-lagig wasserdicht, winddicht, atmungsaktiv
  • abnehmbare Kapuze
  • Kordel im Bund mit Schnellverschluss
  • lichtreflektierendes Material
  • geprüft nach prEN 17092-2: 2017 Klasse A

Spidi Warrior L2 Rückenprotektor

Da die Jacke ohne Rückenprotektor geliefert wird, habe ich mir als Ergänzung den passende Spidi Warrior L2 Rückenprotektor bestellt. Trotz seiner reduzierten Dicke und des minimalen Gewichts wurde er nach EN1621-2:2014 Level 2 geprüft. Zunächst wunderte ich mich, dass es für den Protektor in der Jacke keinen Einschub gab, sondern nur die beiden Klettflächen. Und daran wird der Protektor auch befestigt, nachdem man ihn etwas vorgeformt hat. Das soll den Vorteil haben, dass man den Protektor nach dem Fahren schnell rausnehmen und z.B. unter der Vespasitzbank verstauen kann um die Motorradjacke eben als normales Kleidungsstück zu tragen. Das geht auch sehr gut, denn sie ist sehr angenehm zu tragen und die Ellbogen- und Schulterprotektoren tragen kaum auf.

Eigenschaften

  • Rückenprotektor (Level 2)
  • geprüft nach En 1621-2:2014
  • Lochung für verbesserte Luftzirkulation
  • faltbar

Fazit

Für meine städtischen Touren die perfekte Allwetterjacke mit hoher Alltagstauglichkeit, wenn man von den geringen Staumöglichkeiten mal absieht.

Preislich liegt die Jacke um die 220€, der Rückenprotektor kommt nochmal mit 60€ extra obendrauf.

Course Raider 2.0 Helm

Unter uns Gebets-Schwestern: ich hätte überhaupt keinen neuen Helm gebraucht. Gekauft habe ich aber trotzdem einen, weil der so gut zur Farbe des E-Rollers passte. Eine reine Fashion-Entscheidung quasi. Und neben der passenden Farbe fand ich die Optik auch sehr ansprechend.

Der Course Raider 2.0 ist ein Integralhelm, der in zwei verschiedenen Schalengrößen und mehreren Farben erhältlich ist. Er verfügt über ein für Pinlock vorbereitetes Schnellverschluss-Visier und eine integrierte Sonnenblende, die mit einem Schieber einfach bedient werden kann.

Das Futter ist vollständig herausnehmbar und waschbar. Zum Lieferumfang gehört auch noch eine Helmtasche.

Was mir bei der ersten Fahrt mit dem Helm sofort auffiel: er ist erstaunlich leise. Gut, ich fahre ihn meist auf dem Elektroroller und mangels eigener Fahrgeräusche bin ich da viel sensibler für die Windgeräusche des Helms. Ich habe dann mal bewusst den Vergleich zu meinen anderen Helmen gesucht und der Course ist wirklich der leiseste meiner Bemützungen.

Die Verarbeitung ist auch gut, das Visier und die Sonnenblende rasten gut und präzise. Die Belüftung ist ebenfalls gut. Bei kalter Witterung hat das Visier wie viele andere starke Beschlagneigung. Ein Pinlock-Visier ist für den Helm erhältlich und ich habe es auch nachbestellt. Aber fragt mich nicht, wie das Visier abzunehmen ist. Vom Hersteller gibt es keine adäquate Beschreibung und auch sonst im Netz ist nix zu finden. Sollte ich den Trick herausfinden, werde ich es hier natürlich ergänzen.

Edit: vom Hersteller bekam ich gerade dieses Video zur Demontage des Visiers vom Helm. Mit etwas Nachdruck funktioniert das auch beim Course Raider!

Eigenschaften

  • Schale aus Polycarbonat
  • Pinlock vorbereitet
  • Schnellverschluss-Visier
  • Smoke-Visier erhältlich
  • Sonnenblende
  • Herausnehmbares und waschbares Futter
  • Mikrometrische Schnalle
  • Inklusive Helmtasche
  • Gewicht 1400 ± 50 g (XS – M)
  • Gewicht 1450 g ± 50 g (L – XXL)
  • Erfüllt ECE 22.05

Fazit

Der Listenpreis für den Raider liegt bei 140 €, aber er ist fast immer reduziert zu bekommen. Meinen habe ich für 79,99€ bekommen in Nardo Grau, andere Farben sind noch günstiger. Für den Preis und die gebotene Qualität kann man hier nix falsch machen.

Zurück

Bike Shed London 2022

Nächster Beitrag

Let’s go offroad – Vorbereitung und Equipment

  1. Celine

    Hallo, habe mir diesen Helm auch bestellt aber die smoke Visiere sind leider ausverkauft sag mal kennst du irgendein anderes Visier was da noch drauf passt?
    LG

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich bin einverstanden

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén