Hawkesbury River Tour

Heute früh sind wir nach einem ausgiebigen Frühstück zu einer Tagestour in den Nordwesten von Sydney aufgebrochen. Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen von 19 Grad ging es raus aus Sydney über Hornsby Hights und Glenorie auf der Old Northern Road Richtung Wisemans Ferry. Wenig später sahen wir in der Ferne die Blue Mountains und bei einem kurzen Stopp an einem Aussichtspunkt hatten wir einen tollen Blick über den später zu überquerenden Hawkesbury River.
Kurz bevor wir auf die Fähre sind, wollte Dirk noch eine neue Strecke ausprobieren. Entlang des Hawkesbury Rivers ging es in das Forgotten Valley bis fast ans Ende und dann nach rechts in einen Waldweg. Dieser unbefestigte Weg war ein kleiner Vorgeschmack auf das, was später noch kommen sollte. Offroad wäre fast übertrieben, aber auf alle Fälle ein Erlebnis durch den dichten Eukalyptuswald auf Schotterpisten zu fahren!

Nach 5 Kilometer kamen wir wieder auf die Old Northern Road und kurvten dann bis zur Fähre den Berg herunter. Die Fähre selbst ist kostenfrei und braucht nur wenige Minuten bis ans andere Ufer. Dabei kam mir das Lied „Don’t pay the ferryman“ von Chris de Burg in den Sinn. Auf der anderen Seite ging es dann durch lichte Mischwälder entlang des Flusses in Abwechslung mit Farmland und Sumpfgebiet bis nach St. Alban.



Dort gab es im Settlers Arms Inn ein kleines Roadbier und Sandwiches, um für die anstehende Strecke locker zu werden und gestärkt zu sein – 35 km Gravel-Road (Schotterpiste) durch den Busch – den Anfang der schon gestern gefahrenen Wollombi-Road, die bis ins Hunter Valley führt. Eine klasse Idee von Dirk diesen Teil heute zu befahren. Zudem war die Schotterpiste bestens zu fahren und bot ebenfalls tolle Eindrücke der Australischen Buschlandschaft. Trotzdem erforderten ausgewaschene Spurrillen oder manchmal auf der Piste liegende Büsche/Äste die ganze Aufmerksamkeit.

Nach der Schotterpiste ging es in Bucketty wieder auf bestens ausgebauten Landstraßen über den George Downs Drive Richtung Central Mungrove und bei Calga wieder auf das Kurveneldorado des Old Pacific Highways als Tagesabschluss von 249 erlebnisreichen Kilometern.

Von Dungog nach Sydney mit einem Abstecher in die Karibik

Geweckt wurde ich heute früh durch ein inbrünstig gesungenes „Happy Birthday“ von Dirk. So kann der Tag beginnen, dazu schien die Sonne und wir hatten eine tolle Tour geplant. Schnell ein „kontinentales Frühstück“ gegessen (3 Toastscheiben mit Butter und Marmelade und dazu einen Kaffee) und die wenigen Klamotten in die Koffer gepackt. Der Raureif des morgens war verdunstest und so ging es bei frischen 8 Grad los – nicht ohne die Griffheizung auf Stufe 2 zu stellen.

Schnell fesselte mich die weite abwechselnde Landschaft Australiens und so vergingen die ca. 70 km bis Singleton über Gresford über ebenfalls abwechslungsreiche Straßenbeläge im Fluge. Die Temperatur war zwar auf 12 Grad angesteigen, aber trotzdem wärmten wir uns dort bei einem „Long Whitey“ und einen warmen Muffin in einem kleinen netten Kaffee.

Kurz hinter Singleton ging es dann links ab von der Putty Road, vorbei an einer riiiiiesigen Steinkohle Mine ins Hunter Valley – einem der Weinanbaugebiete. Die Wollombi Road war der Kracher – kaum Verkehr und eine Kurve an die andere. Dazu offene Weiden, dichte Eukalyptus-Wälder und große Felder mit Weinreben. In Wollombi folgten wir der Beschilderung zu einem Winzer in einem Seitental auf staubigen Feldwegen. Die Winzerin selbst führte den „Straßenverkauf“ und nach einer kleinen Weinprobe passten noch zwei Flaschen Wein in die Koffer. Dort im ruhigen Tal sonnten sich auch viele Kangurus auf den Wiesen und ließen sich – wenn auch leider nur aus der Ferne fotografieren.

Als wir die Wollombi hinter uns gelassen hatten, eröffnete mir Dirk, dass wir jetzt noch einen Abstecher in die Karibik machen – an die Copacabana. Die fast 100 km dahin haben sich auf alle Fälle gelohnt. Die Straße war ein Traum – eine langgezogene Kurve an der anderen. Angekommen hatten wir einen traumhaften Blick auf den langgezogenen Strand – schade, dass es so kalt ist, im Sommer bestimmt ein Traum wie an der richtigen Copacabana.

Zurück nach Sydney ging es dann über den Old Pacific Highway via Mount White – die nächsten 20 Km Kurveneldorado zum Ende eines tollen 5- Tages-Tripps in die Berge zwischen Sydney und Brisbane. Wieder zuhause angekommen wurden wir freudig vom Kater Svenson begrüßt und wir ließen uns anschließend das übliche Stiefelbier bei einem leckeren Abendessen schmecken. Ein Geburtstags-Tag, den ich so schnell nicht vergessen werde.