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Motorradblog über Benzinkultur, Motorradtouren und Custombikes

Der ungewöhnliche Ausgang eines Motorrad-Diebstahls

tl;dr

Die ganze Geschichte

Man könnte meinen, ich würde hier in Berlin in einer hochkriminellen Umgebung wohnen. Wurde mir nun zum zweiten Mal schon das Motorrad gestohlen. Abgeschlossen und angekettet in einer geschlossenen Großgarage.

Als unser Hausmeister am Montag morgen bei uns klingelte, dachte ich erstmal an nichts böses. Als er mir dann sagte, dass mein Motorrad nicht mehr da wäre, war ich dann schlagartig hellwach und flitzte in die Garage, um mir das anzuschauen. An der Stelle, an der am Vorabend noch die F800 GS unter einer Plane stand, lag nur noch die Sicherungskette am Boden. Mit dem hydraulischen Bolzenschneider, den die Diebe benutzt hatten, um den Kettenring zu durchtrennen.

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TWNSPRK #45 – Jürgen Theiner / Motorprosa

Jürgen Theiner ist Blogger und Buchautor und veröffentlicht auf seinem Blog „Motorprosa“ und auch in Zeitschriften wie der „MOTORRAD“. Die Motoren sind definitiv Programm und Prosa ebenfalls. In den gekonntesten Formulierungen nimmt er seine Leser mit auf kurvige Touren über die schönsten Pässe der Alpen und beschreibt den Lesern seine Leidenschaft für’s Motorrad fahren und Erleben der gewaltigen Schönheit der Natur und Umgebung. Dies macht er nicht nur stilecht in Vintage-Lederkombi gekleidet im Sattel seiner Ducati 748 sondern seit einigen Jahren auch auf einer Zero SR/F. Jürgen tauschte eine rüttelnde Zweizylinder-Maschine gegen das Elektro-Motorrad und kommt aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. Speziell über seine Erfahrungen zum Thema Elektromobilität auf zwei Rädern haben wir ihn ausgefragt und wir sind sehr gespannt, was ihr davon haltet. Schreibt uns gerne euer Feedback, wir freuen uns darauf!

TWNSPRK #44 – GS Trophy Team Germany Vol.2

Das Jahr 2022 neigt sich dem Ende, könnt ihr euch noch an TwinSpark-Folge #20 vor einem Jahr erinnern? Damals waren Tim, Enrique und Patrick bei uns zu Gast, als Gewinner des Qualifyers der internationalen GS Trophy von BMW Motorrad. Nun, ein Jahr später ist die GS Tropyh bereits zwei Monate vorbei und die drei Jungs haben so einiges erlebt. Von der kompletten Vorbereitung und Anreisen nach Albanien bis hin zu den Eindrücken bei der Trophy selbst könnt ihr in dieser Folge retrospektiv mitfahren. Ein großartiges Erlebnis für die fünf Superhelden vom #teamgermany! Vergesst nicht die BEARcast-Folge mit Lilla und Dörte und lasst euch dieses Double-Trophy-Feature nicht entgehen!

Herbstrunde durch die Uckermark und Westpommern

Was bekommt man, wenn man sein Motorrad zehn Wochen lang nicht bewegt? Eine beleidigte BMW und eine leere Batterie. Tatsächlich hatte ich die F800 GS das letze Mal bewegt, als ich mir ihr beim Enduro Action Team war Ende August. In der Zwischenzeit galt meine volle Aufmerksamkeit der Honda Dominator. Mehr als überfällig also, mit der Großen wieder eine Runde zu drehen.

Nachdem die Startschwierigkeiten überwunden waren und die Batterie wieder auf 50% stand, ging es zunächst eine Weile über die Autobahn, bis ich in Althüttendorf nördlich des Werbellinsees in die geplante Route einstieg. geplant war ein großer Bogen durch die Uckermark bis Schwedt, dann auf der polnischen Seite südlich bis Hohenwutzen und dann wieder westlich bis zum Endpunkt in Finowfurt.

Schon das Stück am Anfang der Route mag ich sehr. Am Grimnitzsee vorbei, durch den Grumsiner Buchenwald bis Altkünkendorf, rund um den Wolletzsee und dann hinter der Ortschaft Wolletz durch den Wald. Gerade dieser Streckenabschnitt ist sensationell: eine schmale, gewundene und perfekt geteerte Strecke, auf der man es schön laufen lassen kann.

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Mein EICMA-Highlight 2022: Fantic Caballero 700

Bei allen neuen Bikes der EICMA hat mich nur eines wirklich überrascht. Honda Transalp hin, Royal Enfield Super Meteor her. Die Fantic Caballero 700 mit dem Yamaha CP2-Motor habe ich nicht kommen sehen. Hier kommen zwei für mich sehr wichtige Themen zusammen: der bestaussehendste Retro Scrambler kombiniert mit einem der begeisterndsten Mittelklasse-Triebwerke, die ich je fuhr.

Sicherlich macht die 500er Caballero auch Spaß und 38 PS sorgen auch für Vortrieb, aber wer je den Fahrspaß einer MT-07 oder deren Schwestermodelle geniessen durften ist sicherlich mit mir der Meinung, dass mehr Leistung hier nicht schaden kann.

Die 500er links, die 700er rechts, einige Unterschiede sind sichtbar

In der direkten Gegenüberstellung sieht man, daß das 700er Aggregat tiefer baut, daher waren einige Modifikationen am Rahmen und am Tank notwendig. Die 700er wirkt erwachsener, das Bike hat aber an seiner Sexyness nichts verloren. Kuckst Du hier:

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Das neue Bike im Stall – Rose Multistreet 3

Schon wieder ein neues Bike? Was ist denn da beim Herrn Kettenritzel los? Aber diesmal ist es anders. Dieses Zweirad muss ich selber antreiben und kann nicht einfach nur am Gashahn ziehen. Aber Moment, soll das hier nicht ein Motorrad-Blog sein? Ja, auch. Zum Namen „Kettenritzel“ wurde ich ja schon des öfteren gefragt, ob das ne Fahrrad-Website sei. Bisher noch nicht, aber jetzt auch.

Aus gesundheitlichen und Fitness-Gründen hatte ich mich schon des längeren nach einem neuen Fahrrad umgesehen, welches etwas sportlicher ausgelegt ist als meine normale Stadt-Möhre, mit der ich ins Büro fahre. Ein MTB war mir zu fett, ein Rennrad zu sportlich. Letztendlich habe ich mich bei den Gravel Bikes umgeschaut und lange mit einem Canyon Grail 6 geliebäugelt. Wie bei vielen Fahrrädern waren die Lieferzeiten irre lang, wenn sie überhaupt lieferbar waren. Bei ebayKA habe ich gebraucht auch nur wenige gefunden und wenn, waren die sofort weg. Ich hatte dann doch mal die Gelegenheit, eines in Rahmengröße L Probe zu fahren und musste feststellen, dass der Rahmen mir einen Tick zu lang und von der Geometrie zu sportlich war. Wobei wir wieder beim Problem der Marken sind, die nur Online-Vertrieb machen: man kann nicht einfach in den Laden gehen und 2-3 Rahmengrößen ausprobieren um zu kucken was einem passt. Stattdessen schaut man sich Rahmenmasse an, macht sich mit Begriffen wie „Stack“ und „Reach“ vertraut und ist sich trotzdem noch unsicher, ob es einem letztendlich taugt. Und ich wollte nicht einen vierstelligen Betrag ausgeben und am Ende ein Fahrrad haben, dass mir nicht passt.

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TWNSPRK #43: Philipp Ludwig – Kraftstoffschmiede

Die Hercules II hat bis jetzt jeden Sprint gewonnen, natürlich mit Philipp Ludwig im Sattel. Der Meister der 1/8-Meile aus dem Süden Deutschlands, der unter dem Label „Kraftstoffschmiede“ die verrücktesten Racebikes baut und fährt, hat Carina zum Interview geladen.

Ehrfürchtig in der heiligen Halle, inmitten unzähliger wunderschöner und einzigartiger Motorräder, Helme, Karosserieteile und Trophäen wurde eine Stunde lang gefachsimpelt über die Sprintserien, bei denen Phil mitwirkt und die er mit initiiert hat. Und natürlich über die Motorräder, die er leidenschaftlich umbaut und mit denen er eine Serie nach der anderen gewinnt.

Dominator-Update: es gibt immer was zu schrauben

Noch steht die Dominator mehr rum, als dass sie gefahren wird. Aber einerseits macht es Spaß, nach einem langen Arbeitstag noch bisschen an der Honda rumzufummeln, andererseits freu ich mich schon sehr darauf, mit der Domi im Dreck zu spielen, wenn alle Umbauten fertig sind. Ein paar kleinere Updates habe ich in der Zwischenzeit umgesetzt. Aber lest selbst.

Endurokotflügel

Mit den bereits montierten TKC80 musste einfach ein Endurokotflügel her, um den Offroadlook zu komplettieren. Der normale Kotflügel hätte es auch getan, bei zuviel Modder hätte er sich wahrscheinlich zugesetzt. Besorgt hatte ich mir ein Modell von Acerbis, welches hinten kurz und geschlitzt ist, um die Luftkühlung des Motors nicht zu beeinträchtigen. Dem Puristen hätte eine etwas weniger zerklüftete Formgebung wahrscheinlich eher gefallen, aber ich fand es ok.

Auf der Unterseite der unteren Gabelbrücke sind bereits vier Gewindelöcher vorhanden, an zwei von denen ist normalerweise der Kunststoff-Spritzschutz montiert. Und hier lässt sich der Kotflügel sehr gut anbringen. Nach einem ersten, groben Anhalten habe ich die Abstände der Gewindelöcher auf den Kotflügel übertragen um dann die Löcher für die Schrauben zu bohren. Und überraschenderweise passte es wie angegossen.

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Der BMW CE04 Elektro-Roller im Hauptstadt-Dauertest

Vor gut einem Jahr feierte derBMW CE04 seine Premiere, damals hatte ich ihn auch hier im Blog vorgestellt (dort findet ihr auch alle technischen Daten). Sein Vorgänger C Evolution – gebaut von 2014 bis 2020 – war der erste elektrisch angetrieben Grossroller aus dem Hause BMW und fand knapp 9.000 Abnehmer. Er war auch 2014 das erste Zweirad mit Elektroantrieb, welches ich fahren durfte. War es damals nur ein kurzer Ausritt mit dem C Evolution, konnte ich in den letzten Wochen den CE04 ausgiebig testen.

Die Haupt-Teststrecke sollte mein neuer Arbeitsweg werden. Pro Tag 2×30 Kilometer aus dem Nordosten von Berlin bis in den Südwesten kurz vor Potsdam mit einer Mischung aus Stop-and-Go-Verkehr, Stadtautobahn und Autobahn. Im Vorfeld dachte ich mir noch, dass die angegebenen 130km Reichweite reichen würden, um alle zwei Tage zu laden.

Fahrdynamik

Nach der Fahrzeugübernahme machte ich mich erstmal mit den Dimensionen des CE04 vertraut. Vor allem mit den Dimensionen, denn er ist lang, seeehr lang. Wie lang? Das seht ihr hier im Vergleich mit unserem NIU MQi:

Beide Roller stehen mit dem Hinterrad auf gleicher Höhe.
1.675 mm Radstand und 235kg treffen auf 1.389 mm und 115kg.

Mit einem Leergewicht von 231 kg ist der Roller auch nicht gerade drahtig geraten, zumindest hat er aber zum Vorgänger schon 44 kg abgespeckt. Ähnlich schwer ist z.B. der Honda X-ADV Großroller. Und ähnlich stabil wie der X-ADV läuft auch der CE04, wenn er rollt. Der lange Radstand und der tiefe Schwerpunkt erden das Gefährt merklich.

Dank Keyless Ride kann der Schlüssel in der Tasche bleiben. Anschalten, Bremse ziehen und Startknopf drücken und los gehts. Nach erstem vorsichtigen Anrollen zupfte ich bei den kommenden Ampelstarts immer mehr am Strom. Und die Macht, mit der der CE04 bereits im ECO-Modus anschiebt, ist sensationell. Wer es dramatischer haben will, der arbeitet sich durch die weiteren Modi Rain, Road und Dynamic. Im letzteren lässt Du jeden Verbrenner stehen. Jeden: nach 2,6 Sekunden stehen 50 km/h auf dem Display. Und begleitet wirst Du von den mechanischen Fahrgeräuschen, die sich anhören wie das Raumschiff Enterprise kurz vor dem Sprung auf Warp 10. Der Nachteil: man muss häufiger als gewohnt auf die Tachoanzeige schauen, weil man tendenziell immer zu schnell unterwegs ist.

Mopsgeschwindigkeit in 3, 2, 1

Der Motor leistet A2-konforme 31 kW (42 PS) leistet der Antrieb und beschleunigt den Roller auf eine elektronisch abgeregelte Spitzengeschwindigkeit von 120 km/h. Eine 11 kW-Version für A1- und B196-Führerscheininhaber gibt es ebenfalls.

Im Vergleich zu meinen deutlich kürzer bauenden Rollern ist der CE04 nicht ganz so wendig im Stadtverkehr. Das Zirkeln in engen Lücken oder fahren enger Radien muss bedachter ausgeführt werden. Ebenso muss man sich beim Fahren enger, langsamer Kurven erst mal an das Gewicht des Rollers gewöhnen. Anders gesagt: auf dem Dragstrip fühlt sich der CE04 wohler als auf einem Handlingparcours.

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TWNSPRK #42 – Lea Rieck

Sag dem Abenteuer, ich komme! Lea Rieck ist Abenteurerin, durch und durch. In dieser Podcastfolge erzählt sie von ihren Anfängen auf dem Motorrad, ihrer ersten ziemlich abenteuerlichen Reise nach Istanbul und wie sich das Thema dann zur Motorrad-Weltreise weiterentwickelte. Wir plaudern über Reiseplanung, Contentproduktion, Leas Reise in Island und in den USA. Sie erzählt über ihre Motorräder, Ausrüstung, ihre Lieblings-Reisedestinationen und wo es in Zukunft hingehen sollte. Habt viel Spaß mit dem zauberhaften Gespräch und mit dieser unglaublich lieben, sympathischen und tollen Frau!

Ganz viel Liebe und nochmal Shoutouts an Rolf Lange (TwinSpark Folge #5) und Haui vom BEARcast, speziell wegen Folge #96 mit Lea Rieck.

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